Sonntag, 11. Dezember 2016

Und Tschüss

Zwei Wochen Schlemnen, Kultur, Unterhaltung, Ozeane überquert und Blitzlichter fremder Länder erlebt. 

Einschließlich der Vergänglichkeit, die einem durch eine Reihe der Mitreisenden deutlich vor Augen geführt wurde. 

Früher Aufbruch, 03:15 aufstehen, jetzt wartet der A 380. 


Die Wüste



Wir schenken uns Dubai Stadt und fahren aufs Land, besser in den Sand. Hier ist Wüste, wie man sich das immer vorstellte. 

Auf mit den SUVs in die Dünen. Abenteuerliche Fahrt, 100 Grad Seitenlage, Abheben auf dem Kamm. 


Wir überstehen alles glänzend, trotz der Schaukelei ist Nahrungsaufnahme kein Problem. 


Zuvor Falkenshow mit Werner. Sachkundige Einführung und eine Fälkin, die sich erstmal weit vom Acker machte. Dann aber siegt "das Fressen" über die Freiheit. 







Khor Fakkan

7 km feiner Strand an dieser Station in den Vereinigten Arabischem Emiraten. Das Baden ist aber nur im Burkini, und zwar für Frauen, wie für Männer erlaubt. 

Ansonsten nichts besonderes hier im streng religiösem Gebiet. Entspannung an Bord. 


Muscat 2

06:00 Ankunft in Oman. Bis 1970 Mittelalter minus x, weil keine Schulen, praktisch keine Straßen, Verbot von privaten Kraftfahrzeugen, sogar von Kühlschränken (sagt man). Es sollte alles so bleiben, wie es mal war (der Ansatz ist einem ja nicht völlig fremd). Dann entmachtet der Sohn den Papi, und langsam beginnt die Modernisierung. 

Muscat, die Hauptstadt wird völlig neu errrichtet, Infrastruktur angelegt, Bildungswesen aufgebaut. Heute existiert (wohl) ein hohes Maß an Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit. Im Rahmen einer absoluten Monarchie natürlich. Seit 46 Jahren herrscht der Sultan jetzt im Regierungspalast. 


Muscat

Eine der etlichen drittgrößten Moscheen der Welt. 


Eine der Stadtautobahnen. 


Und was sonst...



...noch so glänzt. 





Bergland

Unsere 20 SUVs machen sich auf in die Berge. J fand meinen Mittelsitz hinten unpassend (auch bei ziemlich schrägen Mitfahrern) und handelt für mich bei der Reiseleitung einen Beifahrersitz aus (ohne Aufpreis!). Nun bin ich mit einem Unternehmensberater zusammen, der mal in Sossenheim seinen Arbeitsplatz hatte. Die Welt ist halt klein. Wir verlassen die sagenhaft ausgebaute Fernstraße und fegen über Schotter- und Geröllpisten in die Berge. Bis zu 3.900 m hoch ist das omanische Bergland. 





Später gibt's Picknick mit frechen Ziegen, die um ihre Anteile kämpfen. 


Wüste heißt ja nicht, Sand ohne Ende, sondern auch Berge, auf jeden Fall viel Ödnis, obwohl zwischendurch immer wieder Gärten auftauchen. 


Wir sind fast 10 Stunden im Land unterwegs um Oman etwas intensiver zu schnuppern. Moderne in den Städten, eher bescheidener geht es auf dem Lande zu. Dereingeborene Omani muss im Gegensatz zu manchen anderen aus Ölstaaten durchaus noch selber arbeiten. Die Gastarbeiterkultur anderer Emirate gibt's hier nicht.  




Fort Nakhl

Die Festung stammt von den Portugiesen, die diesen grünen  Fleck schützen wollten. 


Später immer wieder erneuert, macht das alte Stück einen erstaunlich guten Eindruck. Tausende von Dattelpalmen gedeihen in der Oase Nakhl, in deren Schatten werden auch Gemüse und Früchte angebaut. Die Luft wüstentrocken.



In dieser Wüste entspringt eine heiße Quelle, die das Grün sprießen lässt. Das ist natürlich ein Ausflugsziel nicht nur für die Touris.